Sonntag,14.02.2010

              

Paris ist eine Reise wert

Salut mes amis,


eine Woche Paris liegt nun hinter mir. Fünf Tage Paris liegen hinter Claudia, da sie erst Sonntag Abend angereist ist, um das Trainingscamp mitzumachen. Ich habe vom Grand Slam in Paris sehr viele Impressionen mitgenommen. Als ich Freitag Abend das erste Mal die Halle in Paris-Bercy betreten habe, ist mir für einen kurzen Moment das Herz in die Hose gerutscht. Die riesigen Zuschauerränge, die um mich herum in die Höhe ragten, haben mich ziemlich fasziniert. Ich konnte mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorstellen, dass diese Halle in den kommenden zwei Tagen ausverkauft sein würde, doch ich wurde schnell eines besseren belehrt...


Als ich am nächsten Morgen mit meinen Teamkolleginnen Franziska Konitz und Heide Wollert die Halle erneut besuchte, um unseren "Leichten" die Daumen zu drücken, habe ich schon das ein oder andere Mal Gänsehaut bekommen. Es herrschte eine faszinierende Stimmung, wenn französische Athleten und Athletinnen die Matte betraten. Davon kann sich das Publikum beim Grand Prix in Deutschland eine gewaltige Scheibe abschneiden.


Leider lief es für die deutschen Starter und Starterinnen an diesem Tag nicht wie erhofft, für die Franzosen dafür umso besser, was für eine atemberaubende Stimmung in der Halle gesorgt hat.


Am nächsten Tag sollte es dann auch für mich losgehen. Mit gemischten Gefühlen habe ich mich am Sonntag Morgen aufgewärmt. Auf der einen Seite war ich total aufgeregt, in einigen Stunden unter tausenden Zuschauern auf die Matte zu gehen und auf der anderen Seite war ich total dankbar dafür, dieses Riesenevent miterleben zu dürfen.


Meine erste Kampfbegegnung war die Italienerin Assunta Galeone. Wären meine Eltern mit dabei gewesen, hätten sie beim Anblick dieses Kampfes wahrscheinlich Blut und Wasser geschwitzt, denn ich konnte das Blatt erst nach 4:18 min wenden, da ich bis dahin mit Waza-ari, Yuko und einer Bestrafung zurücklag. Meine nächste Gegnerin im Poolfinale war keine geringere als die mit Abstand Weltranglisten-Erste Céline Lebrun aus Frankreich. Leider blieb ich in diesem Kampf weit unter meinen Möglichkeiten und habe es ihr deshalb vielleicht etwas zu leicht gemacht, ins Halbfinale zu kommen. Aber nun gut, beim nächsten Mal hab ich wieder eine neue Chance.


Trotz alledem bin ich zufrieden mit meinem 5. Platz beim Grand Slam und freue mich auf die nächsten Herausforderungen, die schon am 22. Februar beim Grand Prix in Düsseldorf warten.


Das anschließende Trainingslager habe ich auch gut überstanden. Sehr anstrengend aber ich denke auch effektiv! Am Mittwoch habe ich sogar Zeit gefunden, mit meinen Teamkolleginnen und gleichzeitig Freundinnen am Eifelturm vorbeizuschauen, bevor dann Donnerstag Nachmittag endlich wieder der Flieger nach Hause ging.


Paris - Ich denke, du bist nach der WM u20 im vergangenen Jahr und dem Grand Slam 2010 ein gutes Pflaster für mich!

 

Text und Foto: Luise Malzahn

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